Fabre Eternal Fire: Nur wenige Tage nach der Trennung von Cheftrainer Yiğit „yT“ Özden hat die türkische Organisation Eternal Fire am 11. September 2026 die Rückkehr von Sezgin „Fabre“ Kalaycı als neuen Head Coach bekanntgegeben. Fabre hatte den Verein bereits von 2022 bis 2025 betreut und führte das damalige türkische Line-up unter anderem ins Viertelfinale des PGL CS2 Major Kopenhagen. Sein Wechsel markiert eine der bemerkenswertesten Personalentscheidungen der Woche in der internationalen CS2-Szene.
Wie kam es zur Rückkehr, was zeichnet Fabres bisherige Laufbahn aus, und vor welchen Herausforderungen steht er nun bei Eternal Fire? Der Coach hatte den Verein im April 2025 verlassen, als das komplette türkische Line-up geschlossen zu Aurora wechselte. Dort betreute er unter anderem den Aufstieg des Teams bis ins Halbfinale des IEM Cologne Major, blieb parallel aber mit einzelnen früheren Spielern in Kontakt, bevor nun die überraschende Rückkehr zu seinem langjährigen Stammverein feststand.
Eternal Fire hatte yT erst im Mai 2026 als Cheftrainer verpflichtet, die Zusammenarbeit hielt jedoch nur rund vier Monate. Offizielle Gründe für die Trennung nannte die Organisation nicht, in der Szene wird jedoch über ausbleibende sportliche Fortschritte spekuliert. Ein Nachfolger war zunächst nicht in Aussicht gestellt worden, weshalb die schnelle Verpflichtung von Fabre als Überraschung wahrgenommen wurde. Anders als bei früheren Personalwechseln handelt es sich hier nicht um einen kompletten Neuanfang, sondern um die Rückkehr einer bekannten Figur mit nachgewiesener Erfolgsbilanz beim Verein.
Bei Eternal Fire trifft Fabre erneut auf die türkischen Spieler Samet „jottAAA“ Köklü und Caner „soulfly“ Kesici, die er bereits bei Aurora betreute. Neu ist für ihn hingegen die Führung eines vollständig englischsprachigen Kaders: Neben den beiden türkischen Stammspielern gehören mit Gareth „MisteM“ Ries (Südafrika), Iulian „regali“ Harjău (Rumänien) und Vladyslav „Kvem“ Korol (Ukraine) drei internationale Profis zum aktuellen Line-up. Für Fabre, der seine bisherige Karriere überwiegend im türkischsprachigen Umfeld verbracht hat, bedeutet das eine völlig neue kommunikative und kulturelle Herausforderung.
Sportlich steht Eternal Fire aktuell nur auf Rang 67 der Valve Regional Standings (VRS) und damit deutlich unter dem Niveau, das der Verein zu Fabres erster Amtszeit erreicht hatte. Der Cheftrainer muss also nicht nur ein neues, gemischtes Team formen, sondern gleichzeitig den sportlichen Wiederaufstieg einleiten.
Auch wenn Eternal Fire kein DACH-Team ist, wird die Personalie in der deutschsprachigen Community aufmerksam verfolgt, da der Verein regelmäßig an europäischen Turnieren mit deutscher Beteiligung teilnimmt und in der Vergangenheit für spektakuläre Major-Auftritte bekannt war. Ein erfolgreicher Neuaufbau unter Fabre könnte zudem als Blaupause dafür dienen, wie Organisationen mit international durchmischten Kadern trotz sprachlicher Hürden wieder an frühere Erfolge anknüpfen können – ein Thema, das angesichts der zunehmenden Internationalisierung vieler Top-Rosters auch für deutsche Vereine wie BIG oder MOUZ von Interesse ist.
Personalwechsel auf der Trainerposition sind in der CS2-Szene 2026 keine Seltenheit, doch die Rückkehr eines bereits bekannten und erfolgreichen Cheftrainers wie Fabre bildet eher die Ausnahme. Häufiger setzen Organisationen bei enttäuschenden Ergebnissen auf komplett neue, unbekannte Namen, um einen frischen Impuls zu setzen. Eternal Fire geht mit der Verpflichtung Fabres den entgegengesetzten Weg und setzt auf Kontinuität sowie auf das Vertrauen, das der Coach bereits in seiner ersten Amtszeit aufgebaut hatte. Diese Strategie kann sich auszahlen, wenn die vorhandene Beziehung zu jottAAA und soulfly schnell wieder Stabilität ins Team bringt.
Gleichzeitig steht die Personalie exemplarisch für einen größeren Trend: Immer mehr Top-Organisationen setzen auf international durchmischte Kader, bei denen Trainer nicht nur taktisches Fachwissen, sondern auch interkulturelle Kommunikationsfähigkeiten mitbringen müssen. Wie gut Fabre diese neue Anforderung meistert, dürfte sich bereits in den kommenden Wochen bei den ersten gemeinsamen Turnierauftritten zeigen und wird in der internationalen Fachpresse aufmerksam beobachtet werden. Sollte der Neuaufbau gelingen, könnte Eternal Fire mittelfristig wieder an die starken Major-Auftritte früherer Jahre anknüpfen und sich vom aktuellen Tabellenplatz 67 der Valve Regional Standings deutlich verbessern.
Die Rückkehr wurde am 11. September 2026 offiziell bekanntgegeben, nur kurze Zeit nach der Trennung von Vorgänger yT.
Zwischen 2022 und 2025 führte Fabre Eternal Fire unter anderem ins Viertelfinale des PGL CS2 Major Kopenhagen und später mit dem Team bei Aurora ins Halbfinale des IEM Cologne Major.
yT war erst im Mai 2026 als Cheftrainer verpflichtet worden, die Zusammenarbeit endete jedoch bereits nach rund vier Monaten ohne offiziell genannte Gründe.
Zum Team zählen die türkischen Spieler jottAAA und soulfly sowie MisteM (Südafrika), regali (Rumänien) und Kvem (Ukraine).
Der Verein steht mit Stand September 2026 auf Rang 67 der Valve Regional Standings, deutlich unter dem Niveau früherer Jahre.
Quelle: HLTV.org