Matias „HUASOPEEK“ Ibañez Hernandez, 23-jähriger Rifler von 9z, hat vor FISSURE Playground 3 verraten, dass er seine Entry-Fragging-Fähigkeiten gezielt an den Top-Spielern kyousuke und donk schult. „Ich schaue mir andere Entry-Fragger an und nehme mir eine Menge Erfahrung davon mit, wie sie diesen Job machen. Ich sehe mir viel von kyousuke an, ich finde, er ist ein guter Entry, und auch donk“, erklärte der Chilene, der als erster Spieler seines Landes überhaupt einen HLTV-MVP-Titel gewonnen hat.
Wer ist HUASOPEEK, und warum ist sein Ansatz, von etablierten Top-Spielern zu lernen, bemerkenswert? Der 9z-Rifler gilt als eines der interessantesten Talente Südamerikas und hat sich mit seinem MVP-Titel bei der XSE Pro League Guangzhou 2026 erstmals international einen Namen gemacht. Vor FISSURE Playground 3, wo 9z nach zwei enttäuschenden Gruppenphasen-Ausscheiden wieder in die Playoffs will, spricht er offen über seine Entwicklung als Spieler.
HUASOPEEK spielt die Rolle des Entry Fraggers bei der südamerikanischen Organisation 9z, die aktuell auf Platz 11 der Weltrangliste steht. Als Entry Fragger übernimmt er die anspruchsvolle Aufgabe, bei jedem Bombenseiten-Antritt als Erster in umkämpfte Räume vorzudringen und dem eigenen Team durch frühe Frags oder zumindest wertvolle Informationen einen Vorteil zu verschaffen — eine der psychisch fordernsten Rollen im gesamten Counter-Strike. Seine aktuellen Drei-Monats-Statistiken belegen eine solide, aber ausbaufähige Form: Bei 49 gespielten Karten kommt er auf ein Rating 3.0 von 1.10, eine KPR (Kills pro Runde) von 0.69 und eine DPR (Deaths pro Runde) von 0.67.
Sein MVP-Titel bei der XSE Pro League Guangzhou 2026 markiert einen historischen Moment für Chile: Er ist der erste Spieler des Landes, der diese Auszeichnung bei einem HLTV-gewerteten Turnier erhalten hat. Für die insgesamt noch junge südamerikanische CS2-Szene außerhalb Brasiliens ist das ein wichtiges Signal, dass auch kleinere Esports-Nationen international konkurrenzfähige Talente hervorbringen können.
Die Wahl seiner Vorbilder ist kein Zufall: kyousuke und donk gelten aktuell als zwei der aggressivsten und zugleich effizientesten Entry-Fragger der internationalen Szene. Donk hat erst kürzlich beim BLAST Open Porto 2026 mit einem Rating von 1.47 den MVP-Titel geholt und gilt als Maßstab für druckvolles, präzises Peeken in den ersten Sekunden jeder Runde. HUASOPEEK erklärte, dass ihm das genaue Studium ihrer Entscheidungsfindung „sehr hilft“ — ein Ansatz, der in der professionellen Szene zunehmend üblich wird, da Demo-Reviews und VOD-Analysen (Video-on-Demand) mittlerweile zum festen Trainingsalltag jedes Top-Teams gehören.
Für einen Spieler wie HUASOPEEK, der in einer Region ohne dichtes LAN-Turnier-Netzwerk aufwächst, ist der Zugang zu Demos internationaler Topspieler eine der wenigen Möglichkeiten, sich ohne direkten Trainingskontakt mit der absoluten Weltspitze zu messen. Sein Ziel für FISSURE Playground 3 ist entsprechend klar formuliert: Nach zwei aufeinanderfolgenden Gruppenphasen-Ausscheiden will 9z zunächst wieder die Playoffs erreichen, mit dem langfristigen Anspruch auf einen Turniersieg.
Für deutsche, österreichische und Schweizer Nachwuchsspieler liefert HUASOPEEKs offener Umgang mit dem eigenen Lernprozess ein greifbares Beispiel dafür, wie sich auch außerhalb der etablierten europäischen Top-Ligen internationale Klasse entwickeln lässt. Gerade für Talente aus der DACH-Szene, die häufig den Vergleich mit den finanziell und infrastrukturell besser ausgestatteten CIS- und Westeuropa-Regionen scheuen müssen, zeigt der Fall HUASOPEEK, dass gezieltes Studium von Top-Spielern wie donk – der in Deutschland durch internationale Übertragungen ebenfalls sehr bekannt ist – ein wirksamer Entwicklungsweg sein kann, unabhängig von der eigenen Ausgangslage.
Für BIG und Sprout, die aktuell ebenfalls jüngere Spieler in ihre Kader integrieren, kann dieser Ansatz als Vorbild dienen: Statt ausschließlich auf interne Trainingsstrukturen zu setzen, gewinnt die gezielte externe Orientierung an etablierten internationalen Vorbildern zunehmend an Bedeutung, um die Lücke zur absoluten Weltspitze schneller zu schließen.
Sollte HUASOPEEK seine Fortschritte im Studium von kyousuke und donk erfolgreich in seine eigene Spielweise übertragen, könnte er sich mittelfristig zu einem der prägenden Entry-Fragger Südamerikas entwickeln — einer Region, die im internationalen CS2-Vergleich bislang vor allem für ihre Rifler und AWPer bekannt ist, weniger für aggressive Entry-Spezialisten. Für 9z wäre ein konstant starker Entry-Fragger ein wichtiger Baustein, um sich dauerhaft im oberen Drittel der Weltrangliste zu etablieren, statt wie zuletzt zwischen starken Einzelergebnissen und frühen Turnierausscheiden zu schwanken.
FISSURE Playground 3 bietet dafür die passende Bühne: Ein internationales Teilnehmerfeld mit unterschiedlichsten Spielstilen zwingt HUASOPEEK dazu, seine neu erlernten Ansätze gegen eine Vielzahl an Gegnertypen zu testen — von druckvollen europäischen Aufstellungen bis zu technisch versierten asiatischen Teams.
Matias „HUASOPEEK“ Ibañez Hernandez ist ein 23-jähriger chilenischer Rifler und Entry Fragger von 9z, der als erster Chilene einen HLTV-MVP-Titel gewonnen hat.
Er studiert gezielt die Entry-Fragging-Ansätze von kyousuke und donk, um seine eigene Rolle im Team weiterzuentwickeln.
9z belegt derzeit Platz 11 der Weltrangliste, kommt aber von zwei enttäuschenden Gruppenphasen-Ausscheiden.
In den vergangenen drei Monaten erzielte er über 49 Karten ein Rating 3.0 von 1.10, eine KPR von 0.69 und eine DPR von 0.67.
Kurzfristig strebt das Team den Einzug in die Playoffs an, langfristig gilt der Turniersieg als Ambition.
Quelle: HLTV.org – HUASOPEEK on studying kyousuke and donk: „I think that helps me a lot“