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FOKUS trennt sich von Coach kuben: JTR übernimmt als neuer Head Coach

Von Redaktion · 25. September 2026
Grafik zur Trennung von FOKUS und Coach kuben mit neuem Head Coach JTR, CS2 Esports Motiv

Kurzantwort: FOKUS hat sich am 24. September 2026 von Head Coach Jakub „kuben“ Gurczyński getrennt und mit dem Portugiesen Ricardo „JTR“ Júnior noch am selben Tag einen Nachfolger vorgestellt. Die deutsche Organisation reagiert damit auf eine durchwachsene Formkrise ihres internationalen Rosters, das aktuell auf Weltrang 55 steht.

Wer die deutsche CS2-Szene über BIG und MOUZ hinaus verfolgt, kennt FOKUS als eines der wenigen hiesigen Projekte mit internationalem Anspruch. Der Trainerwechsel betrifft direkt dieses Aushängeschild: Die Organisation trennte sich von Gurczyński nach sieben Monaten und verpflichtete umgehend Ricardo „JTR“ Júnior als neuen Head Coach. Beide Personalien wurden am 24. September 2026 über HLTV.org bestätigt. FOKUS begründete den Schritt mit dem Wunsch, „eine neue Richtung für das Team“ einzuschlagen. Betroffen ist der aktuelle Kader um IGL Erik „ztr“ Gustafsson, Matias „Banjo“ Kivistö, Paavo „podi“ Heiskanen, Jacob „jocab“ Nerheden und Mateo „Matheos“ Prišlin.

Wer ist Jakub „kuben“ Gurczyński und warum musste er gehen?

Jakub „kuben“ Gurczyński ist ein 38 Jahre alter polnischer Trainer, der seit Februar 2026 bei FOKUS unter Vertrag stand – also seit dem Moment, in dem die deutsche Organisation mit einem internationalen Line-up in die CS2-Szene einstieg. In den sieben Monaten seiner Amtszeit blieb der ganz große Erfolg aus. Über den Sommer verlor das Team mit Georgi „Jorko“ Mitev und Sebastian „volt“ Maloș zwei Spieler, während podi und jocab nachrückten – ein Umbruch, der sich in den Ergebnissen niederschlug. Bei BLAST Bounty kam FOKUS nicht über Platz 9–16 hinaus, in der EWC-Open-Qualifikation reichte es nur für Rang 17–32, und auch beim aktuell laufenden Stake Pulse Beat II schied das Team mit Platz 9–12 aus der Gruppenphase aus, nachdem es gegen Astralis um Victor „Staehr“ Staehr klar unterlegen war. Diese Serie an Achtungserfolgen ohne echten Durchbruch war offenbar der Auslöser für den sofortigen Cut.

Was bringt Ricardo „JTR“ Júnior als neuer Head Coach mit?

Ricardo „JTR“ Júnior ist ein 23 Jahre alter portugiesischer Coach, der sich seinen Namen zunächst abseits der klassischen Männer-Szene gemacht hat: Von 2021 bis 2023 führte er Nigma Galaxy als Head Coach zur Dominanz in der ESL-Impact-Liga, inklusive Titeln bei den ersten beiden ESL-Impact-Saisons sowie Siegen in Valencia und Katowice. Danach übernahm er für rund ein Jahr die Cheftrainer-Rolle bei ODDIK – jener brasilianischen Organisation, die passenderweise nur wenige Tage vor seiner FOKUS-Verpflichtung ihren kompletten Esports-Betrieb einstellte (dazu unten mehr) – und verpasste mit dem Team über die Americas-RMR nur knapp die Qualifikation zur PGL Major Copenhagen. Von 2024 bis 2026 sammelte JTR als Assistant Coach bei FlyQuest weitere Erfahrung in der nordamerikanischen Topliga und übernahm beim BLAST Open London 2025 kurzzeitig sogar die Cheftrainer-Position. Für FOKUS bringt er damit sowohl internationale Titelerfahrung als auch Kenntnis der harten Qualifikationsrealität kleinerer Organisationen mit.

Warum ist dieser Trainerwechsel für die DACH-Szene relevant?

FOKUS ist neben BIG, MOUZ und Sprout eines der wenigen deutschen Projekte, die mit einem internationalen Roster im globalen CS2-Ranking mitspielen wollen – anders als etwa die Teams der nationalen DACH CS Masters, die primär im heimischen Amateur- und Semi-Pro-Bereich antreten. Ein Cheftrainerwechsel bei einer Organisation mit deutschem Hintergrund, aber komplett internationalem Kader, zeigt exemplarisch, wie schwer sich Projekte aus dem DACH-Raum tun, dauerhaft im Mittelfeld der Weltrangliste Fuß zu fassen. Rang 55 bedeutet für FOKUS aktuell keine Nähe zu den großen Turnieren wie IEM Cologne oder einer Major-Qualifikation – der Umbruch bei Trainerstab und Kaderzusammensetzung binnen weniger Monate verdeutlicht den Druck, unter dem solche Projekte stehen, wenn Sponsoren und Community schnelle Fortschritte erwarten. Für deutsche Fans, die FOKUS als Symbol für den eigenen Anspruch in der Weltspitze verfolgen, ist der JTR-Verpflichtung daher mehr als eine reine Personalie – sie ist ein Signal, dass die Organisation kurzfristig gegensteuern will, statt die Entwicklung über mehrere Saisons laufen zu lassen.

Wie geht es für FOKUS jetzt weiter?

Kurzfristig steht FOKUS vor der Aufgabe, den laufenden Turnierkalender ohne größere Findungsphase zu bestreiten. Ein Cheftrainerwechsel mitten in der Saison bringt naturgemäß Risiken mit sich: Neue taktische Ansätze müssen in kurzer Zeit greifen, während das Team parallel weiter Qualifikationsspiele bestreitet. Gleichzeitig bietet der Schritt die Chance, die seit dem Sommer schwankende Form zu stabilisieren, bevor die nächsten großen Ausscheidungsturniere anstehen. Sollte JTR die Handschrift, mit der er bereits bei Nigma Galaxy und FlyQuest überzeugte, auch bei FOKUS etablieren können, wäre ein Sprung aus der aktuellen Grauzone des globalen Rankings realistisch – bleibt der Erfolg aus, dürfte der Druck auf die restliche Organisation weiter steigen.

Häufige Fragen

Warum hat sich FOKUS von Trainer kuben getrennt?

FOKUS begründete die Trennung mit dem Wunsch nach einer neuen sportlichen Richtung. Nach durchwachsenen Ergebnissen bei BLAST Bounty, der EWC-Qualifikation und Stake Pulse Beat II sah die Organisation offenbar keinen klaren Aufwärtstrend unter Gurczyński mehr.

Wer ist Ricardo „JTR“ Júnior?

JTR ist ein 23 Jahre alter portugiesischer Coach mit Stationen bei Nigma Galaxy (ESL-Impact-Titel), ODDIK und zuletzt FlyQuest als Assistant Coach. Bei FOKUS übernimmt er nun erstmals wieder die volle Cheftrainer-Verantwortung in der offenen CS2-Szene.

Welche Spieler stehen aktuell bei FOKUS unter Vertrag?

Der Kader besteht aus IGL Erik „ztr“ Gustafsson, Matias „Banjo“ Kivistö, Paavo „podi“ Heiskanen, Jacob „jocab“ Nerheden und Mateo „Matheos“ Prišlin. Über den Sommer hatten Georgi „Jorko“ Mitev und Sebastian „volt“ Maloș das Team verlassen.

Wie wichtig ist FOKUS für die deutsche CS2-Szene?

FOKUS zählt neben BIG, MOUZ und Sprout zu den wenigen deutschen Organisationen mit internationalem Roster im CS2-Weltranking. Aktuell liegt das Team auf Platz 55, deutlich hinter den etablierten DACH-Aushängeschildern.

TL;DR

  • FOKUS trennt sich am 24. September 2026 von Head Coach Jakub „kuben“ Gurczyński nach sieben Monaten im Amt.
  • Nachfolger wird der Portugiese Ricardo „JTR“ Júnior, zuvor Assistant Coach bei FlyQuest und Head Coach bei Nigma Galaxy sowie ODDIK.
  • Auslöser sind durchwachsene Ergebnisse: Platz 9–16 bei BLAST Bounty, Platz 17–32 in der EWC-Qualifikation, Platz 9–12 bei Stake Pulse Beat II.
  • FOKUS ist aktuell Weltrang 55 und eines der wenigen deutschen Projekte mit internationalem CS2-Kader.
  • Der Kader um IGL ztr bleibt vorerst unverändert, der Umbruch betrifft nur den Trainerposten.

Zuletzt aktualisiert: 25. September 2026. Quelle: HLTV.org – JTR joins FOKUS as head coach und HLTV.org – FOKUS bench kuben.

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