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3DMAX-Krise: Envy-Deal, fast 2 Millionen Euro Schulden und Spieler ohne Gehalt

Von Redaktion · 12. September 2026
Dunkles CS2-Grafikmotiv mit Text 3DMAX in der Krise: Envy-Deal, fast 2 Millionen Euro Schulden und Spieler ohne Gehalt, Branding counterstrike.de

3DMAX steckt in einer der schwersten Krisen der CS2-Szene: Der französische Klub schuldet Spielern und Angestellten nach Insider-Recherchen rund 1,5 bis 2 Millionen Euro, ein Übernahmedeal mit dem Streamer CyrilMP4 platzte im August 2026, und aktuell führt die Organisation Envy erneut Gespräche über eine Komplettübernahme des Rosters. Betroffen sind unter anderem Lucas „Lucky“ Chastang, Ali „hAdji“ Haïnouss und Kévin „misutaaa“ Rabier, die seit Monaten auf ausstehende Gehälter warten.

Was ist bei 3DMAX passiert?

3DMAX ist eine französische Esports-Organisation, die 2025 mehrfach für Majors qualifiziert war, die Cologne-Major-Quali 2026 aber verpasste und damit eine wichtige Einnahmequelle über Sticker-Umsätze verlor. Laut CEO Stéphane Pons, der die Führung im Mai 2025 übernahm, hatte zuvor ein ehemaliger Partner sämtliche Team-Einnahmen veruntreut. Pons wird mit den Worten zitiert: „Alle Team-Einnahmen, einschließlich der Sticker-Erlöse, sind verschwunden.“ Die Folge: ein Schuldenberg, der laut Insider Sebastien „KRL“ Perez inzwischen mehr als 1,5 Millionen Euro allein an Spieler- und Mitarbeitergehältern umfasst, nach anderen Berichten sogar bis zu 2 Millionen Euro insgesamt an offenen Verbindlichkeiten.

Wie äußern sich die betroffenen Spieler?

Mehrere aktuelle und ehemalige 3DMAX-Mitglieder gingen in den vergangenen Wochen öffentlich mit der Situation um. Rifler Bryan „Maka“ Canda beschrieb den psychischen Druck: „Druck war in diesem Sport immer ein Privileg, aber das hier war eine andere Art von Druck, mit der nicht viele täglich umgehen und die nicht viele täglich durchstehen können.“ Der ehemalige Head-Coach Pierre „YouKnow“ Marco schilderte ein System aus sich stets verschiebenden Zahlungen: „Jede Zahlung war nur dazu da, einen bereits überfälligen Monat nachzuholen, nie den aktuellen Monat. Der Rückstand wurde nie aufgeholt, er verschob sich nur.“ Der aktuelle Coach Damien „wasiNk“ Dufour zog eine direkte Linie zwischen Bezahlung und sportlicher Leistung: „Wenn man nicht performt, wird man nicht bezahlt, und man kann seine Schulden nicht abbezahlen. Das erklärt zwangsläufig viele der Einbrüche in bestimmten Matches.“

Ein erster möglicher Ausweg schien sich im Januar 2026 mit Verhandlungen von Team Heretics anzubahnen, die jedoch scheiterten. Im Frühjahr 2026 verhandelte anschließend der französische YouTuber CyrilMP4 über eine Übernahme des Rosters, zog sich aber am 20. August 2026 zurück, nachdem die Spieler bereits informiert worden waren. Seither suchen Lucky, hAdji und misutaaa aktiv nach neuen Optionen und sollen laut mehreren Quellen auch Angebote anderer Organisationen abgelehnt haben, während die Gespräche liefen.

Was bedeutet die Envy-Rückkehr für die Szene?

Nach Informationen des französischen Insiders Guillaume Rathier im Podcast Croissant Strike hat Envy die Gespräche über eine Übernahme des 3DMAX-Rosters seit dem 1. September 2026 wieder aufgenommen und gilt als am weitesten fortgeschrittener Interessent, noch vor OG und dem bereits gescheiterten Heretics-Anlauf. Envy-Besitzer Mike Rufail hatte die Marke bereits im Januar 2025 zurückgekauft; ein aktueller Tribut der Organisation an ihr früheres französisches CS:GO-Roster in den sozialen Medien nährt Spekulationen über ein baldiges CS2-Comeback. Für die DACH-Szene ist der Fall vor allem als Warnsignal relevant: Auch bei etablierten europäischen Top-20-Organisationen kann finanzielle Instabilität binnen weniger Monate eine komplette Roster-Auflösung erzwingen. Für deutsche und österreichische Fans, die den Aufstieg von BIG und MOUZ verfolgen, zeigt der 3DMAX-Fall, wie fragil die wirtschaftliche Basis selbst erfolgreicher Klubs sein kann, wenn Sponsoring- und Sticker-Einnahmen ausbleiben.

Wie reiht sich der Fall 3DMAX in die europäische Organisationslandschaft ein?

Finanzielle Schieflagen bei etablierten Counter-Strike-Organisationen sind kein Einzelphänomen. Die Kombination aus hohen Spielergehältern, volatilen Sponsoring-Einnahmen und stark schwankenden Sticker-Erlösen abhängig von Major-Qualifikationen macht das Geschäftsmodell vieler europäischer Mittelfeld-Klubs strukturell anfällig. Verpasst ein Team wie 3DMAX eine Major-Qualifikation, wie im Fall der Cologne-Major-Quali 2026 geschehen, entfällt eine der planbarsten Einnahmequellen praktisch über Nacht, während laufende Gehaltsverpflichtungen unverändert bestehen bleiben. Der zusätzliche Betrugsfall, bei dem laut CEO Pons ein ehemaliger Partner sämtliche Team-Einnahmen entwendet haben soll, verschärfte die Lage zusätzlich und zeigt, wie wenig transparent die Finanzstrukturen mancher Organisationen selbst gegenüber den eigenen Spielern sind. Für Investoren und potenzielle neue Eigentümer wie Envy bedeutet das: Eine Übernahme des Rosters allein löst nicht automatisch die Altlasten der bisherigen Organisation, weshalb Verhandlungen wie die aktuellen häufig Monate dauern, bevor eine tragfähige Lösung für Spieler, Gläubiger und neue Eigentümer gefunden wird.

Häufige Fragen

Wie viel Geld schuldet 3DMAX seinen Spielern?

Nach Recherchen des Insiders KRL beläuft sich die Schuldensumme allein bei Spieler- und Mitarbeitergehältern auf über 1,5 Millionen Euro. Andere Berichte beziffern die gesamten offenen Verbindlichkeiten der Organisation, inklusive Boni und Sticker-Anteilen, auf fast 2 Millionen Euro.

Warum ist der Deal mit CyrilMP4 gescheitert?

Der französische Content Creator CyrilMP4 verhandelte über eine Übernahme des Rosters, zog sich aber am 20. August 2026 aus den Gesprächen zurück. Die genauen Gründe für den Rückzug wurden nicht im Detail veröffentlicht, die Spieler wurden aber unmittelbar informiert.

Wer sind die Schlüsselspieler des betroffenen Rosters?

Zum Kern des 3DMAX-Rosters zählen Lucas „Lucky“ Chastang, Ali „hAdji“ Haïnouss und Kévin „misutaaa“ Rabier, die 2025 mehrfach Major-Teilnahmen erreichten.

Steht Envy vor einer offiziellen CS2-Rückkehr?

Offiziell bestätigt ist noch nichts. Laut Insider-Berichten vom 1. September 2026 führt Envy aber die aktuell fortgeschrittensten Gespräche über eine Übernahme des 3DMAX-Rosters, vor Konkurrenten wie OG.

TL;DR

  • 3DMAX schuldet Spielern und Mitarbeitern laut Insidern über 1,5 Millionen Euro, insgesamt bis zu knapp 2 Millionen Euro Verbindlichkeiten.
  • Ein Übernahmedeal mit Streamer CyrilMP4 scheiterte am 20. August 2026, zuvor war bereits eine Heretics-Verhandlung geplatzt.
  • Spieler wie Maka, YouKnow und wasiNk haben öffentlich über die psychische Belastung und den Zahlungsstau gesprochen.
  • Envy führt seit dem 1. September 2026 erneut Gespräche über eine Komplettübernahme des Rosters und gilt als aussichtsreichster Bieter.
  • Der Fall zeigt, wie schnell finanzielle Probleme selbst etablierte europäische Top-Organisationen destabilisieren können.

Quellen: HLTV.org – 3DMAX members issue statements on unpaid salaries, Dust2.us – Media: ENVY renew talks to acquire 3DMAX roster, Sheepesports – Sources: 3DMAX deal with CyrilMP4 collapses. Stand: 12. September 2026.

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